Fakten zum Technologiezentrum Nordenham

1. Allgemeines

Die Stadt Nordenham und der Landkreis Wesermarsch erstellen gemeinsam den Neubau eines Technologiezentrums in der Werftstraße 1 in Nordenham-Einswarden über die kommunale Gesellschaft ZTNW GmbH als Bauherrin und Betreiberin.

In dem Technologiezentrum werden Unternehmen, Hochschulen, Forschungsinstitute, Dienstleister und Zulieferer anwendungsbezogene Entwicklungsstrukturen für die Verbundwerkstoff-Fertigung und Montagetechnologie aufbauen und entwickeln.

2. Grundstück

Das Baugrundstück liegt eingebettet in dem längs zur Weser verlaufenden Industriegürtel der Stadt Nordenham, unmittelbar benachbart zu Betrieben der Luftfahrtindustrie und der Logistik.

Das Grundstück grenzt an die Werftstraße, die Haupterschließungsstraße zum Premium AEROTEC-Werksgelände, über die es auch erschlossen wird. Die Größe des Baugrundstückes beträgt 13.529 qm, die bebaute Fläche 4.524 qm.

Luftbildaufnahme vom Gelände des zu errichteten Technologiezentrums Nordenham. Gelbe Markierung: geplant Industriestraße, rote Markierung: Gewerbegebietserweiterung

3. Geplante Gebäudestrukturen

Das Technologiezentrum besteht aus einem dreigeschossigen Hauptgebäude, einem dreigeschossigen Seitenflügel und zwei Werkhallen.

Eine Halle wird als vollklimatisierte Halle für die Herstellung von Verbundwerkstoffen, die zweite Halle als beheizte Montagehalle ausgebildet. Die Traufhöhe der dreigeschossigen Gebäude beträgt 11,00 m, die Hallenhöhe 17,40 m.

Die versetzt angeordneten Hallen werden durch das vorgelagerte, als Rundbau ausgebildete, dreigeschossige Hauptgebäude und den Seitentrakt eingefasst.

Die zentrale Erschließung erfolgt über die vorgelagerten Parkplätze zu einem zentralen Eingangsfoyer, in dem sich Treppen und Aufzug befinden.

Vom Eingangsfoyer werden ebenfalls die Seitentrakte des Hauptgebäudes und der zentral liegende Seminarraum erschlossen, der für maximal 100 Personen ausgelegt ist.

Weitere Nebeneingänge mit entsprechenden Treppenhäusern befinden sich zwischen dem Hauptgebäude und dem angrenzenden Seitenflügel.

Die beiden Hallen werden vom Werkhof über entsprechende Toranlagen erschlossen. Beide Hallen sind durch eine Schleuse miteinander verbunden. Zentral angeordnet können sowohl die Sozialbereiche der Werker als auch das Eingangsfoyer des Hauptgebäudes erreicht werden.

4. Objektbeschreibung

Werkhallen: Klima- und Montagehalle

Die tragende Konstruktion der beiden 50 m x 30 x großen Hallen besteht aus Stahlstützen und Stahlgitterbindern.

Die klimatisierte Halle wird mit zwei Kränen, die Montagehalle mit einem Kran ausgestattet. Die maximale Traglast der Kräne beträgt jeweils 15 t; die Kranhakenhöhe beträgt 11,50 m.

Die Fassaden der Werkhallen erfüllen die EnEV 2009-Norm. Sie sind aus 2-schaligen Trapezblechen ausgestaltet, die Fensterelemente sind wärmegedämmt bzw. wärmeschutzverglast. Die Oberlichter sowie die Fensterfronten gewährleisten den großzügigen Einfall von Tageslicht.

Die Werkhallen verfügen über eine Industriebetonsohle mit Hartstoffbeschichtung als Oberflächenvergütung, optional Bodenkanäle zur technischen Versorgung gemäß Detailplanung.

Die Tore mit den Lichtmaßen von 7 m x 7 m sind als Hub-Stapeltore bzw. -Sektionaltore mit Sichtverbindung und elektrischem Antrieb eingerichtet.

Im Rahmen der Medienversorgung erfolgt die Bereitstellung von Druckluft und Elektrik gleichmäßig verteilt über die Werkhallen. Die Bereitstellung von Netzwerkkapazitäten, Frisch- und Abwasser kann bedarfsgerecht gestellt werden.

Ansicht auf das Technologiezentrum Nordenham

Sozial- und Schleusentrakt

Die Fassade des Sozial- und Schleusentraktes besteht aus Klinker, die Fenster aus einbrennlackierten, wärmegedämmten Aluminiumprofilen mit Wärmeschutzverglasungen und äußeren Sonnenschutzanlagen. Die Schleuse trennt die nicht klimatisierte von der klimatisierten Werkhalle. In dem dreigeschossigen Gebäude nach Industriestandard sind folgende Bereiche untergebracht:

Aus- und Weiterbildung (Erdgeschoss)

In der praktischen Aus- und Weiterbildung sind mit der Laminatbearbeitung, der Kunststoffbearbeitung und dem manuellen Bearbeiten drei Werkstättenbereiche vorgesehen.

Sozial- und Sanitäreinrichtungen (1. Obergeschoss)

Hier stehen Aufenthaltsräume, ausgelegt auf die Kapazität von 77 Personen, darunter 16 Auszubildende, zur Verfügung. Sanitäranlagen sind in ausreichender Anzahl vorhanden.

Technikgeschoss (2. Obergeschoss)

Im Technikgeschoss sind die Elektrotechnik, Transformatoren, Heizungskessel, Kompressoren usw. untergebracht. Auf dem Dachaufbau sind die Kühlgeräte installiert.

Seitentrakt: Engineering, Qualitätssicherung

Im ebenfalls dreigeschossigen Seitentrakt des Hauptgebäudes ist im Erdgeschoss die Qualitätssicherung untergebracht. Im 1. und 2. Obergeschoss des massiven Klinkerbaus nach Industriestandard sind flexibel unterteilbare Großraumbüros für das Engineering angesiedelt. Die direkte Zuwegung zum Seitenflügel erfolgt über das Hauptgebäude.

Hauptgebäude: Büroräume

Die notwendigen medientechnischen Hilfsmittel (Beamer, Projektoren, Stellwände, Leinwände etc.) werden bereitgehalten.Die tragende Konstruktion des dreigeschossigen Hauptgebäudes besteht aus einer Stahlbetonstützenkonstruktion und Stahlbetondeckenplatten als Halbfertigteilplatten, Stützenraster 5,0 m.

Der massive Klinkerbau nach Industriestandard verfügt über ein 2-schaliges Verblendmauerwerk, eine Wärmeschutzverglasung und außen liegende Sonnenschutzanlagen.

Alle erforderlichen Kommunikationsnetzwerke sind installiert. Die vorgesehenen Hohlraumböden gewährleisten eine flexible Versorgung sämtlicher Arbeitsplätze mit der erforderlichen Medieninfrastruktur. Die Möblierung der mit Teppichboden ausgestatteten Räumlichkeiten erfolgt flexibel in Eigenverantwortung durch die Mieter.

Dabei kann die Raumstruktur durch Leichtbauwände entsprechend der Bedarfslagen strukturiert werden. Auf den Geschossen stehen jeweils Besprechungs- und Seminarräume, sanitäre Einrichtungen, Serverräume, Teeküchen usw. zur Verfügung. Außerdem befindet sich im Erdgeschoss eine Küche. Die Räumlichkeiten können natürlich belüftet werden.

Der Haupteingang in das Gebäude mit dem Licht durchfluteten Foyer ist großzügig und modern gestaltet. Von dem 1½-geschossigen Foyer ist der große 100 Personen fassende zentrale Seminarraum direkt erreichbar. Dieser kann variabel bestuhlt und in zwei kleinere Seminarräume für jeweils ca. 50 Personen durch eine mobile Trennwand geteilt werden.