Ziele & Themen

Instrument zur Regionalentwicklung

Das geplante Technologiezentrum Nordenham (TZN) dient als wichtige Einrichtung zur Stärkung der Innovationsfähigkeit. Deutliche Impulse werden für die im Landkreis Wesermarsch und in der Region Unterweser bedeutsamen Schwerpunktbranchen Luftfahrzeugbau, Windenergie und Werftbranche erwartet.


Das geplante TZN in Nordenham ist schwerpunktmäßig ausgerichtet auf:

- Aufbau eines Partnernetzwerks für Hochleistungstechnologie CFK.

- Aufbau einer Technologieplattform und Ausbildungsstruktur.

- Technologieentwicklung für Bau, Montage und Integration von Großkomponenten / hochkomplexer Baugruppen.

Die Verarbeitung von faserverstärkten Kunststoffen wird im Luftfahrzeugbau eingeführt und soll ebenfalls in der Windenergie und Werftbranche zur Anwendung kommen. In diesen Branchen kommt CFK u.a. bei Großkomponenten zur Verwendung, womit große Herausforderungen verbunden sind und praktische Erfahrungen mit Fertigungs- und Montagetechnologien gewonnen werden müssen. Dies soll im TZN bei Versuchsanwendungen, Prototypen bis hin zur Serienreife geschehen.

Die im TZN hierbei gewonnenen Erfahrungen mit dem Verbundwerkstoff CFK sind für alle in der Region ansässigen Schlüsselindustrien nutzbar:

- Im Luftfahrzeugbau werden maßgebliche Bauteile des A 350 in Zukunft aus CFK hergestellt. Der Verbundwerkstoff soll Eingang in weitere Flugzeugtypen der Airbus Familie finden. Die Marktprognosen gehen mittelfristig von einem großen Bedarf an Flugzeugen aus.

- Die Windenergiebranche wird in Zukunft ebenfalls Rotorblätter in CFK anbieten. Insbesondere die Off-Shore-Windenergie wird mit zahlreichen Projekten in Nord- und Ostsee eine dynamische Entwicklung durchlaufen.

- Die Werftindustrie in der Unterweser ist durch mittelständischen Betrieben im Spezialschiffbau mit hohem Innovationsgrad geprägt. Die Marktaussichten für Produzenten von Spezialschiffen werden von den Experten sehr positiv bewertet.

Wesentliches Ziel der geplanten Aktivitäten im TZN ist es, in der Zusammenarbeit, Fertigungstechnologie und Prozesse zu entwickeln, die unmittelbar in der industriellen Fertigung zur Anwendung kommen. Dies geschieht bei den Partnern in den Projekten und erlaubt den beteiligten Anlagenherstellern, ihre Produkte unmittelbar auf die Anforderungen der Anwender zu entwickeln und zu optimieren.

Durch die Beteiligung von Hochschulen und Instituten wird ein gegenseitiger Wissens- und Technologietransfer sowie die Vernetzung zwischen Branchen, Zulieferern, ansässigen Handwerks- und mittelständischen Betrieben gewährleistet.